In wenigen Schritten können wir Ihnen mitteilen, ob ihre Kahlfläche an unserem Projekt teilnehmen kann.

Unser Projekt in Thüringen, Sachsen & Umland
Auf 120 Hektar läuft aktuell im Herzen Thüringens das Wiederaufforstungsprojekt Nature One. Dabei werden auf Kahlflächen (ehemals Fichtenbestände) zukunftssichere, klimaresiliente Wälder mit einem Laubbaumanteil von mehr als 50% gepflanzt.
Unter welchen Bedingungen kann man an unserem Projekt teilnehmen?
1. Kriterium Kahlfläche & Flächengröße
Um an unserem Naturschutzprojekt teilnehmen zu können, muss Ihr Wald auf einer Fläche von mehr als einem Hektar Schäden durch den Borkenkäfer oder die Trockenheit der letzten Jahre aufweisen. Teilflächen müssen größer als 0,5 Ha sein.
2. Kriterium Baumartenstruktur
Um die Wälder für die Zukunft klimaresilient aufzustellen, ist ein hoher Anteil (+50%) an Laubbäumen notwendig. Grundsätzlich orientiert sich dieses Kriterium jedoch an den bei staatlichen Förderprogrammen zulässigen Baumarten in ihrer Region.
3. Kriterium Zeitraum
Auch begonnene bzw. abgeschlossene Aufforstungen sind bei uns förderfähig. Mit einer Einschränkung: Um an unserem Aufforstungsprojekt teilzunehmen, darf die Bepflanzung ihrer Waldflächen nicht vor dem 30.09.2021 begonnen haben.
4. Kriterium Berechtigung
Der Wald muss sich in Deutschland befinden und Sie müssen das Recht besitzen, dort Holz zu ernten. Zusätzlich dürfen Sie die Klimawirkung Ihres Waldes auf keinem anderen Portal registrieren und verkaufen (keine Doppelzählung).
Nadelbäume oder Laubbäume?
Das müssen Sie jetzt wissen.

Nadelbäume
Nadelbäume haben im Allgemeinen Schwierigkeiten längere Trockenperioden zu überstehen:
- Flaches Wurzelsystem: Im Gegensatz zu Laubbäumen haben Nadelbäume ein flacheres Wurzelsystem, das ihnen Schwierigkeiten bereiten kann, Wasser aus tieferen Bodenschichten zu ziehen, wenn die oberen Schichten trocken sind.
- Feine Nadeln: Nadelbäume haben feine Nadeln, die eine große Oberfläche haben, wodurch sie mehr Wasser durch Transpiration verlieren können als Laubbäume mit dicken Blättern.
- Reduzierte Photosynthese: Trockenheit kann die Photosynthese bei Nadelbäumen stärker reduzieren, was dazu führen kann, dass sie weniger Nährstoffe produzieren und ihre Wachstumsrate verlangsamen.
- Anfälligkeit für Schädlinge: Trockenheit führt bei Nadelbäumen schneller zu einer geringen Harzbildung was Sie anfälliger für Schädlinge macht, die das geschwächte Wachstum angreifen und die Gesundheit des Baumes beeinträchtigen können.

Laubbäume
Laubbäume haben einige evolutionäre Anpassungen entwickelt, um Trockenperioden zu überstehen:
- Tiefe Wurzelsysteme: Laubbäume haben im Allgemeinen tiefere Wurzelsysteme als Nadelbäume, die es ihnen ermöglichen, Wasser aus tieferen Bodenschichten zu ziehen. Dadurch können sie auch längere Trockenperioden überstehen.
- Wachstumsmuster: Laubbäume haben im Allgemeinen ein Wachstumsmuster, bei dem sie während der feuchten Jahreszeiten schnell wachsen und Wasser und Nährstoffe speichern. Während der trockenen Jahreszeiten reduzieren sie dann ihr Wachstum und können von diesen Reserven zehren.
- Photosynthesemechanismen: Laubbäume haben optimierte Photosynthesemechanismen, die ihnen helfen können, Wasser zu sparen & mehr Kohlendioxid aufzunehmen.
- Bessere Anpassungsfähigkeit: Laubbäume haben aufgrund ihrer größeren genetischen Vielfalt und schnelleren Evolutionsrate eine bessere Anpassungsfähigkeit an verschiedene Umweltbedingungen wie Trockenheit.
So können wir Ihnen helfen
Unsere Genossenschaft organisiert die Wiederaufforstung von Waldflächen, die durch andauernde Trockenperioden oder den Borkenkäfer zerstört wurden.
So läuft es ab:
1. Bestandsaufnahme
Ihr Forsteinrichtungswerk bildet die Grundlage für eine Wiederaufforstung oder eine Waldumwandlung hin zu Mischwäldern. Falls dies nicht vorhanden ist, erfolgt die Bestandsaufnahme in einem Vor-Ort-Termin.
2. Planung des Bepflanzungsvorhabens
Anhand der waldbaulichen Richtlinien der zuständigen Behörden und dem von uns entwickelten Mischwaldkonzepts erhalten Sie von uns eine Empfehlung für die nachhaltige Entwicklung ihres Waldes.
3. Beantragung der Förderung (ca. 70-80% der Kosten)
Nach Abschluss der Planung reichen wir alle Förderanträge bei den zuständigen Behörden ein und bleiben bis zur Genehmigung in Kontakt.
4. Vermittlung von Dienstleistern für die Bepflanzung
Aufgrund der über 30-jährigen Erfahrung der Mitglieder in der Forstwirtschaft, können wir auf ein großes Netzwerk von Bepflanzungsunternehmen zurückgreifen. Die Forstunternehmen verpflichten sich nach 5 Jahren eine gesicherte Kultur zu übergeben.
5. Kontrolle nach Abschluss
Die Kontrolle der durchgeführten Arbeiten erfolgt durch einen unabhängigen Sachverständiger vom TÜV und einen unserer Experten vor Ort.
6. Finanzierung Projekt
Binnen 12 Wochen nach Abschluss der Arbeiten wird die Förderung in der Regel ausgezahlt. Der Eigenanteil des Waldbesitzers ist auf 3.000€ begrenzt. Es besteht die Option einer Zwischenfinanzierung.
7. Wie finanzieren wir uns?
Die Mitglieder unserer Genossenschaft erhalten für die Wiederaufforstung von Kahlflächen Zahlungen von Konzernen und großen Mittelstandsunternehmen. Diese Firmen verwenden das Projekt für Werbezwecke.
